La cuisine Lyonnaise, Simone de Beauvoir et le marché aux Puces

Nach einer anstrengenden Woche mit mich teils zur Verzweiflung treibenden Arabischkursen (و الله=bei Allah)und einem absolut verregneten Freitag (ohne Regenschirm) gings zum Glück ab in Wochenende! Freitagabend sind ich und ein paar andere Erasmusstudenten aus meinem Wohnheim deshalb erstmal essen gegangen. Bei uns um die Ecke ist ein Restaurant es heißt “ La Rouge Tendance- Cuisine du Monde“ jedes mal wenn ich daran vorbeigeagangen war die ganze Kreuzung von einem himmlichschen Duft erfüllt! Es ist ein Wok Restaurant, in dem direkt vor dir mit spektakulären Flammen und viel Dampf,  in Minutenschnelle dein Gericht zubereitet wird. Da ich dieses Wochenende wieder nicht verreise, habe ich in der früh Zeit etwas über den Marché beim Platz Jean-Macé zu laufen. Der Markt ist voll von Lyonnaise die ihre Wochenendeinkäufe erledigen, besonders vor de Charcutiers (Fleischern) et Poissoniers (Fischverkäufern) haben sich lange Schlangen gebild20141012_160351 Kopieet! Ich kaufe mir aber nur ein paar grüne Äpfel, die allerdings günstiger sind als im Supermarkt, also werde ich das nächste mal vermutlich mehr einkaufen. Da heute sooo schönes Wetter ist, im Vergleich zu Gestern laufe ich noch ein bisschen am Quai entlang und kaufe mir bei den Bouquinistes (Bücherverkäufer) Tous les hommes sont mortels (Alle Menschen sind sterblich von Simone de Beauvoir und komplett kontrastär ein Kinderbuch, Romarin le lapin (Der Hase Rosmarin). Am Abend treffe ich mich mit meinem Onkel und meiner Tante, die eine Woche an der Côte d’Azur verbracht haben am Place Bellecour. Wir promenieren uns durch das aufgrund einer Tunnelsperrung von IMG-20141012-WA0002 KopieAutos verstopften Lyon. Im Viertel Vieux Lyon, der Altstadt trinken wir erstmal einen Aperitif und erkunden danach ein paar Traboules. Die Traboules, Passagen oder Treppenhauskonstruktionen die durch die alten Gebäude Lyons führen, wurden vermutlich zur Zeit der Rennaissance angelegt und ermöglichen es sich schnell von einer Seite zur anderen zu bewegen- ohne große Umwege zu gehen. Da die Eingänge zu den Traboules ganz normale Hauseingänge sind, sind sie nicht als öffentlich zugänglich erkennbar, man muss sie also alle kennen um sie benutzen zu können. Nach unserer ersten Durchquerung hatten wir Blut geleckt und wollten es an fast jeder Tür ausprobieren. Wie viele Touristen sich so wohl schon in die Wohnungen vieux-lyon-traboule-img1von Lyoner Bürgern verrirt haben? Von diesen Traboules gibt es sowohl in Vieux Lyon als auch im Viertel Croix-Rousse einige, ich hoffe in den nächsten Monaten alle zu kennen! Um meinen Verwandten die Lyoner Küche näher zu bringen – ob sie es tatsächlich wollen oder nicht, geIMG-20141012-WA0001 Kopiehen wir in einen Bouchon und nehmen jeder das menu lyonnais . Da ich heute sehr experimentierfreudig bin, probiere ich gleich mal Gateau a la foi de vollaile (Hühnerleberpastete) undals Hauptgericht die Boudin noir aux pommes et Gratin Dauphinoise (Blutwürste mit Äpfeln und Kartoffelgratin). Beides ziemlich lecker, nach dem etwas Zweifelhaften Vergnügen der Andouillete (Eingeweidewurst) vor ein paar Wochen hat sich die Lyoner Küche so wieder rehabilitiert! Meine Tante, ebenso offen für neues, hat sich die Quenelles au brochet (Hechtklößchen) bestellt, ebenfalls deutlich besser als es sich anhört! Mein Onkel ist besonders begeistert von meinem Dessert, Mousse au Marron, es ist lecker, aber meine ist besser! Gut gefüllt führe ich sie noch über die Brücke zurück auf die Presqu’ile und in das eher studentische Viertel Croix Rousse.


Les Puces du canalHeute, das ist der Sonntag war ich in der früh mit meiner Marraine (=Patin, in meinem Fall, mein Buddy) Camille zu den Les puces du canal, dem Flohmarkt in Villeurbanne. Da sie genauso wie ich eine Vorliebe für Vintage hat (auch wenn das bei ihr eher die siebziger Jahre sind und bei mir Louix IVX) und ihre Wohnung immer wieder mit neuen Fundstücken bereichert, verstehen wir uns super. Camille ist vom Aussehen her wie ich finde eine typische Französin, dunkle kurze Haare, schmal, klein (naja immerhin so groß wie ich) modebewusst, etwas wie Audrey Tatou, sie ist super nett, da sie auch etwas deutsch lernt ist das also perfekt! Ihr Freund ist Marokkaner, sie teilt also meine Passion für orientalischen Stil und die Küche! Seulement Parfait! Nach unserem erfolgreichen Einkauf überredet sie mich noch dazu ein Sandwich au abats (Innereien) zu essen. Ich frage lieber nicht nach, welche und von welchem Tier! Aber obwohl es ein sehr starken Geschmack hat, in Kombination mit dem Baguette schmeckt es sehr lecker! Kulinarisch war ich dieses Wochenende also sehr experimentierfreudig und vor allem fleischlastig unterwegs! Nächste Woche also eher Vegetarisch^^

Da es heute wieder ein verregneter Tag ist und wir schon auf dem Flohmarkt immer wieder den Regenschirm gezückt haben, bleibe ich wohl jetzt mit meiner frisch erstandenen Tasse, in dem sich eine ganz tolle Schwarztee Mischung befindet in meinem Bett und lese Simone de Beauvoir! 20141012_160008 Kopie

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