Poitiers, Cognac und La Rochelle mit meiner liebsten Chiny

10356029_10205000913891423_3953947715678026288_nNach einer Woche Klausuren und Referat konnte ich jetzt erstmal eine Woche Ferien genießen. Dienstagabend nach meiner Personalmanagementklausur veranstalten wir in unserer Residence Le Tempo noch ein kleines Shot Roulette. Was kann ich sagen ein fröhlicher Abend, da ich aber in der früh meine Fahrgemeinschaft nach Limoges bekommen muss, dauert er für mich nicht all zuuuu lang^^ 20141029_144457Mittwoch um 9 Uhr fahre ich also mit Frank nach Limoges, einer Etappe auf meiner kleinen Reise nach Poitiers. Nach einem kurzen Rundgang durch die Altstadt, einem Kebab und einem Kirchenbesuch geht s mit dem Zug nach Poitiers wo mich Chiny schon sehnsüchtig erwartet. Der Abend ist dementsprechend gefüllt mit langen und interessanten Gesprächen^^


Donnerstag

20141101_093620Am Morgen führt sie mich durch die Altstadt von Poitiers,mit einem Crêpe sucré gestärkt, schauen wir uns die eindrucksvolle Kathedrale und die wunderschöne Notre Dame la Grande an.Diese ehrwürdige Kirche, die 1150 errichtet wurde ist innen über und über bemalt, klingt komisch, sieht aber fabelhaft aus. Mir fehlen die Worte und aus unerfindlichen Gründen kommen mir die Tränen, zu der ungewöhnlichen Bemalung kommt die Tatsache das die Kirche sehr dunkel ist, vermutlich macht sie deswegen so einen Eindruck auf mich…Wieder in der Jetztzeit angekommen, heißt aus dem Kirchenportal getreten, machen wir einen kleinen Rundgang durch die Stadt bis zum Parc Blossac. 7172205850_79be96daf5Dort sehen wir unseren ersten schwarzen Schwan und ruhen uns etwas aus. Auf dem Programm für den Nachmittag standen dann noch eine heiße Schoki in einem sehr kreativ eingerichteten Café trinken und im Anschluss das anscheinend obligatorische Feierabendbier Faro. Komisch als Kombi aber was muss das muss! Nebenbei bemerkt, war es ein ziemlich leckeres belgisches Bier welches sogar mir geschmeckt hat.

 

 

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Freitag

DSCN0145 KopieDa wir Studenten bekanntlich nicht viel Geld zur Verfügung haben, dafür aber umso mehr Zeit, sind wir um 4:30 aufgestanden um den günstigsten Zug des Tages um 6:12 nach Cognac zu bekommen. Dementsprechend waren sowohl der Bahnhof von Poitiers als auch Cognac bei unserer Ankunft völlig ausgestorben.So haben wir uns zu den Einheimischen zu einem Petit déj im Café eingefunden und gewartet bis die Kleinstadt erwacht. DSCN0168Wir sind ein bisschen durch die Altstadt geschlendert, haben uns die verführerischen Auslagen in der Markthalle angeschaut und sind langsam zu einer „Maison du Cognac“ gegangen, bei der wir um 11 eine  Führung gebucht hatten. Wir erfahren etwas über die Geschichte von Martell, dem ältesten Produzenten des erlesenen Gebräus. Das 1715 von Jean Martell gegründete Unternehmen verwendet für die Cognac Herstellung weiße Weintrauben aus der Region. Diese werden in langen Destillationsverfahren und der anschließenden Reifung in Eichenfässern zu den edlen Tropfen, deren Alter von 4 bis 60+ Jahre und 10- 400 Euro pro Flasche reicht. Bei der Verkostung merken wir, die von Cognac keine Ahnung haben, das er es in sich hat! Wir werden wohl dadurch nicht zu Liebhabern mutieren, interessant war die Führung trotzdem. Wir laufen noch etwas weiter durch die Stadt, schauen uns das Rathaus an, welches seltsamerweise in einem Park liegt und promenieren uns am Ufer der Charente . Da wir langsam Hunger bekommen versuchen wir etwas zu Essen zu bekommen, es ist 14:30m, dass unsere Mission zum Scheitern verdammt ist, wird uns klar nach dem uns 4 Restaurants abgewiesen haben, da die Mittagszeit vorbei ist. Hierfür muss man wissen, das die meisten Franzosen im Zeitraum von 12 bis 14 Uhr Mittagspause haben und dementsprechend zu festen Zeiten in Restaurants gegessen werden kann. Der gemeine Tourist der sich nicht an diese Zeiten hält muss deshalb auf die wenigen Brasserien zurückgreifen die durchgehend Service haben.


Samstag

Wieder wachen wir an einem schön sonnigen Tag auf und gehen zum Markt in Poitiers, der heute aufgrund des Feiertages leider etwas kleiner ausfällt. Zum Frühstück genehmigen wir uns mahmoul( irakische Grießplätzchen) und Fataya und warten auf unseren Zug nach La Rochelle. Auf der Fahrt merken wir langsam den Übergang vom strahlenden Sonnenschein zu einem bewölkteren Himmel, also doch kein schöner Strandtag, Chiny, die einen langen Rock und Ballerinas angezogen hat, zweifelt schon an ihrer Entscheidung. 20141101_161607Am Bahnhof angekommen haben wir die erste freundliche Begegnung mit einem einheimischen, einer kleinen schwarzen Katze, die auf mein Rufen sofort angehezt kommt. Sie lässt sich streicheln und rollt sich genießerisch am Boden als gäbe es kein Morgen mehr. Alle drei sind wir etwas traurig das wir weiter gehen müssen, aber die Leute um uns herum gucken schon so komisch…Weiter an der Uferpromenade  entlangspaziert entdecken wir einen kleinen Flohmarkt auf dem wir ein bisschen stöbern. Anscheinend sind die Aussteller immer in dieser Konstellation zusammen denn sie haben sich lebhaft unterhalten. Heute über das Verhältnis einer Barfrau mit einem von Ihnen, was für einiges an Furore gesorgt hat. Nachdem wir ein bisschen durch die Stadt geschlendert sind, die Kirche besichtigt , die Auslagen der Patisserie bestaunt und an einem gruseligen Haus mit der Nummer 13 vorbeigekommen20141101_154107 sind folgen wir den Touristenmassen zum Strand. Langsam muss ich auf Toilette, allerdings sind alle drei öffentlichen Toiletten aus unerfindlichen Gründen schon abgesperrt! Die Stände die einem Eis, Wasser und anderes Essen verkaufen sind allerdings noch da… Auch ziemlich fies! Nach langem Zögern lässt mich dann ein Kellner im danebenliegenden Restaurant auf Toilette gehen, ja was soll ich denn machen! Danach kann ich dann auch wieder ein Eis essen, auch wenn ich mich bei der Bestellung etwas komisch fühle das Wort „Kinder“ französisch auszusprechen. (Kinderschoki)  Zum Abendessen holen wir uns einen Kebab in einem kleinen marokkanischen Restaurant. Chiny bestellt sich Brochette de Poulet und ich Poulet au Safran, auch für französischlaien ist hier wohl deutlich zu erkennen das es sich um zwei unterschiedliche Dinge handelt! Er tut uns beiden aber genau das selbe Fleisch drauf…sehr gerissen der Kerl, so erzeigt man die Fantasie eine Auswahl zu haben!  Nun ist es Samstagabend und die Zeit bei meiner Chinymaus ist schon wieder vorbei, am Sonntag geht s dann weiter nach Paris.

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