Paris

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Und täglich grüßt das Murmeltier, mein sechstes Mal in Paris, vollkommen ohne den Stress alles zu sehen, in der Stadt rumlaufen, wunderbar! Mit Fabrice, meiner Fahrgemeinschaft stauen wir durch die périphérique bis zur Porte d’Orléans, von dort fahre ich erst einmal mit der Metro zu Les Halles gefahren und mich in den Starbucks gesetzt um ein Hostel zu finden. Eigentlich plane ich ja immer im Voraus alles genau, drucke mir Wegbeschreibungen aus und alles was nötig ist… Diesmal wollte ich spontan sein, so ein Mist, das fühlt sich echt nicht gut an, noch bin ich obdachlos! Ich finde dann schließlich doch eine Jugendherberge direkt am Louvre, den Luxus wollte ich mir mal für eine Nacht gönnen! Auf meinem Weg nicht aufgepasst, zack über einen Pfosten gefallen und schön die Jeans aufgerissen…. Na das fängt ja gut an! Der Blick auf die Notre Dame den ich dann aber genießen kann entschädigt eindeutig dafür!

 


 

Montag

Am nächsten Tag ziehe ich los, absolut ohne Plan, einfach da hin wo es schön aussieht, vorbei an der Comédie Francaise, zur Oper und von da in die Galeries Lafayette. Obwohl ich mir hier wohl kaum etwas kaufen will. Aber das schon wieder für Weihnachten geschmückt ist gehe ich rein und kann dann gleich noch den Ausblick vom Dach des Kaufhauses genießen, man ist das windig heute!Falls sich einer wundert wie ich diese Fotos hinbekommen habe, welches übrigens ohne fremde Hilfe entstanden ist, die Antwort ist mein Selfiestick

20141103_105429Auch wenn man bei der Verwendung von allen Seiten belächelt wird so lässt sich die Nützlichkeit dieser Erfindung nicht abstreiten! Wer öfter alleine auf Reisen ist, der kennt das Problem und auch wenn man zu zweit unterwegs ist, fehlt immer einer im Foto. Ich liebe dieses Teil wirklich! Ich gebe zu es schaut dämlich aus aber was soll s, die Menschen siehst du vermutlich nie wieder, dafür hast du schöne Fotos von deinen Reisen! Draußen windet es jetzt nicht nur noch, es stürmt und fängt an zu regnen, mein 5 Euro Regenschirm zerfetzt es gleich bei der ersten Böe, da er jetzt nicht noch weiter kaputt gehen kann, kann ich ihn aber guten Gewissens weiter verwenden. Trotzig suche ich mir weiter meinen Weg durch die Stadt, die auch bei diesem Wetter noch charmant ist. Naja zumindest für uns die nicht in ihr leben. Die meisten Franzosen hassen Paris, naja verständlich, die Stadt gehört ja auch nicht mehr Ihnen, sondern den Massen an Touristen die zu jeder Jahreszeit durch die Straßen drängen. Da ich heute auch wieder eine Unterkunft brauche, es aber etwas günstiger sein darf, suche ich  das Friends Hostel beim Monmartre.

20141103_101325 Ich laufe die Straßen auf und ab, finde aber die verfluchte 122 einfach nicht, die Straße will mich doch verarschen, plötzlich springt die Beschilderung von 101 auf 42! What the fuck… völlig entmutigt und nachdem ich sicher 5 mal an den selben Geschäften vorbei gelaufen bin, die Männer auf der Straße davor mich schon kennen stehe ich endlich davor. Neben einem Telefonladen der offensichtlich zum Hostel gehört, ist eine kleine Tür die den Eingang darstellt. Mit einem Dach über dem Kopf lebt es sich doch besser! Eigentlich wollte ich mal wieder eine richtige Tajine essen, hier gäbe es auch genügend Restaurants, in denen sitzen aber immer nur Männer, das ist mir dann doch etwas unangenehm, ich lande also im Endeffekt bei einem Chinesen. Am Abend gehe ich ins Theater in die Grande Comédie um ein wenigstens ein bisschen Kultur mitzubekommen. Das Stück heißt „Le clan de divorcée“ – Der Clan der Geschiedenen, 3 frisch geschiedene Frauen ziehen zusammen in eine WG in Paris. Sie könnten verschiedener nicht sein, eine Bourgoise schicke Pariserin, eine Hot Pants tragende, mit starkem Akzent sprechende Engländerin und eine Landpomeranze aus Clermot Ferrand. Nachdem sie sich etwas kennengelernt haben beschließen sie Kontaktanzeigen in der Zeitung aufzugeben. Wunderbar gespielt von allen dreien, teilweise ist die Französin mit ihrem englischen Akzent aber schwer zu verstehen, die Lanpomeranze (die von einem stark untersetzten Mann gespielt wird) war aber mit Abstand die Beste! Wer noch einmal nach Paris kommt in der nächsten Zeit, unbedingt anschauen, es lohnt sich, eine Karte kostet 11 Euro. 

 


 

 Dienstag

Bei meinem Frühstück am Dienstag Vormittag habe ich  Mal am eigenen Leib die berühmt berüchtigte Unhöflichkeit der französischen Kellner miterlebt. Ich habe mir ein Petit déjeuner für 9,50 gegönnt. 20141104_102936 KopieNach kurzem Warten kommt es auch schon zu mir, frisch gepresster Orangensaft, ein wunderschöner Cappucino, eine Tartine mit Erdbeermarmelade und… ein verbranntes Croissant. Sofort hängen meine Mundwinkel, das kann doch nicht wahr sein! ich probiere es, es schmeckt nach Stroh, absolut unessbar! Als ich den Kellner gebeten habe mir ein neues zu bringen sagt er mir da ich es schon angegessen habe, ginge das nicht! Es ist aber verbrannt und absolut schrecklich! Er besteht darauf das es mein Fehler sei, er würde nachfragen ob man es tauschen könnte, aber er war nicht wirklich gewillt. Kurz darauf kommt er mit eingezogenem Schwanz wieder zu meinem Tisch, entschuldigt sich überschwänglich und meint ich hatte Recht. Ja natürlich hatte ich Recht! So was aber auch, zum Glück spreche ich gut genug französisch um dem Kellner Konter zu geben! Kein wunder das alle Touristen sich immer beschweren! Zu mir war er danach überaus freundlich, hat wohl eine Klatsche in der Küche bekommen! Sowas….Nach dem ich noch ein wenig durch das Quartier latin bis zum Jardin du Luxembourg gelaufen, fahre ich mit dem TGV wieder nach Hause, nach Lyon.

20141104_112610In nur anderthalb Stunden geht es quer durch Frankreich, an überfluteten Wiesen vorbei, es hat ziemlich geschüttet die letzten Tage, bis wir im Bahnhof Part Dieu einlaufen. Ahhh wieder daheim, hier kenne ich mich wieder perfekt aus! langsam wird mir klar das Lyon durchaus mit Paris konkurrieren kann, ja teilweise ist es sogar besser! Es ist kleiner, aber immer noch eine Großstadt. Im Vergleich ist Paris wohl Berlin und Lyon ist München. Welches von beiden besser ist,bleibt jedem selbst überlassen. Ich bevorzuge inzwischen sogar Lyon,eine wirklich wunderschöne Stadt, die mit ihren zwei Flüssen und unzähligen Brücken, das Paris des Südens darstellt!

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